„Justiz will Strafmaß für Breivik erhöhen“

Es gibt viel Rummel um den Bombenanschlag in einem Regierungsviertel in Oslo/Norwegen und dem darauf folgenden „Massaker„.
Das, was mich bei der ganzen Sache am meisten bewegt, ist jedoch weder die Tat, noch das Motiv. Es ist die einfache Tatsache, das ein einziger Mensch aus Milliarden von Menschen eine solche Tat begehen kann.
Wenn eine einzelne Person mehr als 70 Tote bringen kann, was würde uns denn erst erwarten, wenn ganze Gruppen von „Schläfern“ und „Schläferzellen“ erwachen und ihr Unheil verbreiten.
Nun will die norwegische Justiz das Strafmaß für den Täter Breivik erhöhen.
Was ich mich frage: Gibt es für solch Gräueltaten überhaupt ein Maß für Strafe?
Sicherlich gibt es Menschen, die sich Breiviks Tot wünschen. Aber wäre sein Tot nicht mehr Erlösung als Strafe? Er würde höchstwahrscheinlich mit dem Wissen „als Märtyrer“ zu sterben seinen Tot hinnehmen.
Seine Strafe könnte also auf bis zu 30 Jahren erhöht werden. Das heißt, er könnte sogar noch einmal frei kommen.
Meiner Meinung nach gibt es keine angemessene Strafe für eine solche Tat. Isolationshaft wäre meiner Meinung nach das Mindeste.
Ihm soll klar werden, was er getan hat. Seine politische Ansicht mit Gewalt verbreiten zu wollen ist krank.

Gewalt war schlecht, ist schlecht und wird auch immer schlecht bleiben.

Bezug:

Norwegens Justiz will den Attentäter Anders Behring Breivik möglicherweise wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht stellen. Damit könnte ihm eine längere Haftstrafe drohen.

Die norwegische Zeitung „Aftenposten“ berichtete, dass dabei ein Paragraf des Strafgesetzbuches zur Anwendung kommen könnte, der unter anderem die Verfolgung von Menschen wegen ihrer politischen Überzeugung umfasst.Der Strafrahmen wäre hier mit bis 30 Jahren Haft höher als bei den maximal 21 Jahren für den bisher von der Justiz verwandten Terror-Paragrafen. Der rechtsradikale Behring hatte den Bombenanschlag in Oslo und das Massaker auf der Insel Utøya mit mindestens 76 Toten damit begründet, dass er die sozialdemokratische Partei Norwegens möglichst hart treffen wollte.
Der 32-Jährige soll in der Haft von zwei Rechtspsychiatern auf seine Zurechnungsfähigkeit untersucht werden. Die meisten seiner Opfer waren Teenager, die ein Sommerlager der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF besuchten.
hal/dpa

Quelle 11:28 26.07.2011

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